Laboratory test
Foto: Frazer Waller

So lief der Test ab

Go back to 'Große Unterschiede bei Luftreinigern'

Testfakta Research führte im Auftrag des Herstellers Blueair einen Vergleichstest an Luftreinigern im Labor durch. Mithilfe des Tests soll die Leistung einiger ausgewählter Konkurrenzprodukte auf dem skandinavischen, deutschen, britischen, polnischen und niederländischen Markt verglichen werden.

Der Labortest wurde durch Intertek Testing & Certification und SGS-IBR Laboratories in Großbritannien durchgeführt. Das Testprotokoll wurde von Testfakta in Zusammenarbeit mit den Labors erstellt.

Der Labortest wurde durch Intertek Testing & Certification und SGS-IBR Laboratories in Großbritannien durchgeführt. Das Testprotokoll wurde von Testfakta in Zusammenarbeit mit den Labors erstellt.

Folgende Luftreiniger wurden getestet:

– Beurer LR 300
– Blueair Classic 405
– Coway AP-1008DH
– DēLonghi AC150
– Dyson Pure Cool Link TP04
– Electrolux EAP300
– Fellowes AeraMax DX95
– Meaco CA-HEPA 47×5
– Philips AC3259/10
– Rowenta Intense Pure Air XL PU6020
– Soehnle Airfresh Clean Connect 500
– Stadler Form Roger
– Venta LP60
– Wilfa AP-5W
– Wood’s ELFI 300

Ein Teil der Luftreiniger wurde 2017 getestet, der Rest in der zweiten Jahreshälfte 2018. Sämtliche Modelle sind aktuell auf dem jeweiligen Markt erhältlich.

Beim Labortest wurden folgende Bereiche untersucht:

A. Messungen bei 37 dB bzw. knapp unter 37 dB
·     Luftreinigungskapazität für Pollen und Staub
·     Lautstärke (instrumentelle Messung)
·     Lautstärke bei niedrigster Leistungsstufe (subjektive Beurteilung)
·     Energieverbrauch

B. Messungen bei maximaler Leistung
·     Luftreinigungskapazität für Pollen und Staub
·     Lautstärke (instrumentelle Messung)
·     Lautstärke (subjektive Beurteilung)
·     Energieverbrauch

C. Benutzerfreundlichkeit
·     Wechsel und Reinigung des Filters
·     Anzeige und Menüs
·     Bedienelemente
·     Programmierung und Einstellungen

D. Ozon-Emissionen

Die Luftreinigungskapazität des jeweiligen Luftreinigers wurde gemäß Teststandard ANSI/AHAM AC-1-2015 getestet. Im Test wird die Kapazität des Luftreinigers gemessen, verschiedene Partikel (Staub und Pollen) aus der Raumluft zu entfernen. Die Reinigungskapazität wird in CADR (Clean Air Delivery Rate) angegeben, welche die Kapazität des Luftreinigers in Kubikmetern saubere Luft pro Stunde angibt.

Einige Hersteller geben Kubikmeter Luft pro Stunde oder die Raumfläche in Quadratmetern an, die der Luftreiniger reinigen kann. Die Angabe „Kubikmeter Luft pro Stunde“ sagt jedoch nichts über die tatsächliche Reinigungskapazität des Luftreinigers aus. Sie gilt vielmehr für die Kapazität des Ventilators. Werden die eingesaugten Partikel nicht herausgefiltert, werden sie wieder in die Raumluft abgegeben.

Die Anzahl der Quadratmeter, die der Luftreiniger reinigen kann, hängt teils von der Reinigungskapazität (CADR) ab, aber auch davon, wie oft die Raumluft pro Stunde gereinigt werden soll. Nach Angabe des Astma- och Allergiförbundet, des schwedischen Asthma- und Allergiebundes, sollte ein Luftreiniger im Schlafzimmer die Luft zweimal pro Stunde reinigen. Ein Schlafzimmer mit einer Fläche von 25 Quadratmetern und einer Deckenhöhe von 2,40 Metern hat ein Volumen von 60 Kubikmetern. Für saubere Luft muss die Luftreinigungskapazität (CADR) in diesem Fall bei mindestens 120 Kubikmetern pro Stunde liegen. Soll die Raumluft drei-, vier- oder fünfmal pro Stunde gereinigt werden (wie einige Hersteller und Händler empfehlen), muss der Luftreiniger eine entsprechend größere Kapazität aufweisen.

Die Lautstärke ist ein wichtiger Faktor, da der Luftreiniger oft im Schlafzimmer eingesetzt wird. Gemäß den Richtlinien des schwedischen Asthma- und Allergiebundes ist die Reinigungskapazität des Luftreinigers in Relation zur Lautstärke zu setzen. Verfügt der Ventilator des Luftreinigers über verschiedene Geschwindigkeitsstufen, soll die Kapazität bei einer Leistungsstufe gemessen werden, die einer Lautstärke von knapp unter oder bei 37 dB entspricht.

Im Test wurde das Leistungsvermögen der Luftreiniger bei geringerer Lautstärke (knapp unter oder bei 37 dB) sowie bei maximaler Leistung gemessen. Vor den Messungen wurde die Lautstärke bei unterschiedlichen Leistungsstufen gemessen, um diejenige zu ermitteln, die knapp unter oder bei 37 dB liegt. Die Lautstärkemessung erfolgte unter kontrollierten Laborbedingungen, die den realen Bedingungen in Wohnräumen entsprechen. Die Messungen erfolgten im Abstand von 1 Meter vom Luftreiniger und aus allen Winkeln (der Durchschnittswert gibt die Lautstärke des Luftreinigers an).

Neben der instrumentellen Messung der Lautstärke beurteilte ein Team aus speziell geschulten Ingenieuren den Grad der Geräuschbelastung bei unterschiedlichen Leistungsstufen. Die Beurteilung erfolgte jeweils bei der niedrigsten und bei der höchsten Leistungsstufe.

Die meisten Luftreiniger haben eine relativ niedrige Leistung (W), aber da sie mehr oder weniger für den Dauereinsatz vorgesehen sind, ist der Energieverbrauch ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Der Energieverbrauch wurde bei 37 dB und bei maximaler Leistung gemessen.

Die Beurteilung der Benutzerfreundlichkeit erfolgte durch Fachkräfte des Labors.

Einige Luftreiniger reinigen die Luft mithilfe herkömmlicher Filter und Ionisierung. Bei der Ionisierung werden die Partikel in der Luft negativ aufgeladen und dann an einem positiv geladenen Metallblech im Luftreiniger aufgefangen. Lädt ein Luftreiniger mit Ionisierung nicht nur die Partikel, sondern auch die Luft selbst auf, bildet sich Ozon. Ab bestimmten Grenzwerten stellt Ozon ein gesundheitliches Risiko dar. Der geltende Grenzwert für Ozon (EU-Richtlinien) beträgt 0,055 ppm (parts per million). Das Labor hat den Unterschied des Ozongehalts bei der angesaugten und der abgegebenen Luft der einzelnen Luftreiniger gemessen.
Keiner der getesteten Luftreiniger gab einen Ozonwert ab, der über der geltenden EU-Empfehlung (0,055 ppm) lag.

Die Messergebnisse des Tests wurden in Absprache mit dem Labor interpretiert und benotet. Die Notengebung erfolgt auf einer Skala von 1 bis 10 mit 10 als Bestnote. Eine Note unter 6 wird nur vergeben, wenn die Leistung schlecht oder schlechter als bei einem solchen Produkt erwartet ausfällt.

Die Noten aus den einzelnen Teilbereichen flossen mit folgender Gewichtung in die Gesamtnote ein:

Messungen bei 37 dB bzw. knapp unter 37 dB: 45 %
Luftreinigungskapazität für Pollen und Staub 67 % (33+33 %)
Lautstärke (instrumentelle Messung) 22 %
Energieverbrauch 11 %

Messungen bei maximaler Leistung: 45 %
Luftreinigungskapazität für Pollen und Staub 67 % (33+33 %)
Lautstärke (instrumentelle Messung) 22 %
Energieverbrauch 11 %

Benutzerfreundlichkeit: 10 %
Wechsel und Reinigung des Filters 50 %
Anzeige und Menüs 17 %
Bedienelemente 17 %
Programmierung und Einstellungen 17 %

 

Kein erhöhter Ozongehalt

Die eventuellen Ozon-Emissionen von Luftreinigern hatten in den letzten Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt. Bei Luftreinigern mit einer Filtertechnik, bei der die Luftreinigung durch Aufladung der Partikel (Ionisierung) erfolgt, kann sich Ozon bilden. Die EU hat für Ozonwerte klare Richtlinien vorgegeben, da Ozon ab bestimmten Grenzwerten ein gesundheitliches Risiko darstellen kann.
Keiner der getesteten Luftreiniger wies einen erhöhten Ozongehalt auf.

So wurde die Vergleichsgruppe ausgewählt

Die Vergleichsgruppe wurde von Testfakta Research ausgewählt. In Bezug auf die Kapazität repräsentiert die Vergleichsgruppe das mittlere bzw. obere Segment der Luftreiniger. Da nicht einheitlich geregelt ist, wie die Werte zu deklarieren sind, weichen die Kapazitätsangaben der ausgewählten Produkte erheblich voneinander ab. Unter den Angaben finden sich teils Quadratmeter, teils Kapazitäten in Kubikmetern. Die Angabe in Kubikmetern kann sich nur auf den Luftstrom beziehen, der durch den Luftreiniger fließt und in den Raum abgegeben wird, oder auf die tatsächliche Reinigung der Luft von schädlichen Partikeln.

Sämtliche Luftreiniger der Vergleichsgruppe saugen die verschmutzte Luft mithilfe eines mechanischen Ventilators durch unterschiedliche Filter, welche die Partikel aus der Luft filtern.

 

Vor dem Kauf auf die Betriebskosten achten

Bei allen Luftreinigern wird die Luft über einen Filter gereinigt. Die Partikel in der Luft bleiben im Filter hängen, der nach einer bestimmten Anwendungszeit gewechselt werden muss.

·     Einige Modelle verfügen über einen Vorfilter für gröbere Partikel, der sich reinigen lässt.

·     Partikel- und Kohlefilter müssen meist nachgekauft werden.

·     Die Kosten für einen neuen Filter oder ein Filterpaket variieren je nach Marke und Modell. Für einen kompletten Filterwechsel sollte man aber zwischen 30 Euro bis über 100 Euro einkalkulieren.

·     Wie oft der Filter gewechselt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Einsatzdauer des Luftreinigers, von der Filtergröße (Oberfläche) und vom Verschmutzungsgrad der Luft.

Von Herstellerseite werden unterschiedliche Intervalle für den Filterwechsel empfohlen – von 6 Monaten bis zu ein oder zwei Jahren. Einige Modelle verfügen über eine Anzeige für den nächsten Filterwechsel.

So wurde die Vergleichsgruppe ausgewählt

Die Vergleichsgruppe wurde von Testfakta Research ausgewählt. In Bezug auf die Kapazität repräsentiert die Vergleichsgruppe das mittlere bzw. obere Segment der Luftreiniger. Da nicht einheitlich geregelt ist, wie die Werte zu deklarieren sind, weichen die Kapazitätsangaben der ausgewählten Produkte erheblich voneinander ab. Unter den Angaben finden sich teils Quadratmeter, teils Kapazitäten in Kubikmetern. Die Angabe in Kubikmetern kann sich nur auf den Luftstrom beziehen, der durch den Luftreiniger fließt und in den Raum abgegeben wird, oder auf die tatsächliche Reinigung der Luft von schädlichen Partikeln.

Sämtliche Luftreiniger der Vergleichsgruppe saugen die verschmutzte Luft mithilfe eines mechanischen Ventilators durch unterschiedliche Filter, welche die Partikel aus der Luft filtern.

 

Vor dem Kauf auf die Betriebskosten achten

Bei allen Luftreinigern wird die Luft über einen Filter gereinigt. Die Partikel in der Luft bleiben im Filter hängen, der nach einer bestimmten Anwendungszeit gewechselt werden muss.

·     Einige Modelle verfügen über einen Vorfilter für gröbere Partikel, der sich reinigen lässt.

·     Partikel- und Kohlefilter müssen meist nachgekauft werden.

·     Die Kosten für einen neuen Filter oder ein Filterpaket variieren je nach Marke und Modell. Für einen kompletten Filterwechsel sollte man aber zwischen 30 Euro bis über 100 Euro einkalkulieren.

·     Wie oft der Filter gewechselt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Einsatzdauer des Luftreinigers, von der Filtergröße (Oberfläche) und vom Verschmutzungsgrad der Luft.

Von Herstellerseite werden unterschiedliche Intervalle für den Filterwechsel empfohlen – von 6 Monaten bis zu ein oder zwei Jahren. Einige Modelle verfügen über eine Anzeige für den nächsten Filterwechsel.